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Brand New Toy hieß Ende der Achtziger Jahre der Hit, den Dirk Darmstaedter mit seiner Band The Jeremy Days geschrieben hat. Seitdem hat er ohne größere Pausen eine Platte nach der anderen gemacht (fünf mit den Jeremy Days, drei als Me and Cassity, eine mit Bernd Begemann und zwei unter eigenem Namen) und ist dabei über all die Jahre einer der besten und glaubwürdigsten Songwriter des Landes geblieben. Im Jahr 2002 gründet er gemeinsam mit Gunther Buskies die geschmackssichere Hamburger Plattenfirma Tapete Records, die sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten deutschen Indie-Labels entwickelt.
Darmstaedters neues Album »Our Favourite City« wurde in einer alten, zu einem Studio umgebauten Dorfkirche in England aufgenommen. Zwölf musikalische Kleinode, die unterstreichen, warum Darmstaedter »Songwriter-Großmeister« (Hamburger Morgenpost) genannt wird: intime und doch leuchtende, klare Songs, die mal traurig, mal beschwingt daherkommen und immer diese ganz eigene Darmstaedter’sche Melancholie transportieren. Jedes Lied ist eine Blaupause für kunstvolles Komponieren, jeder Song ist anders, jeder hat Gewicht, keiner geht zwischen den anderen verloren.
Mit »Our Favourite City« hat sich Darmstaedter endgültig einen Platz auf dem Olymp der europäischen Singer-Songwriter erspielt. Und so ist es nur logisch, dass der in New Jersey aufgewachsene Hamburger auch bald im Ausland, von Schweden über Großbritannien bis Portugal, präsent sein wird – seine CD in den Läden, er selbst auf den Bühnen. Konzertegeben ist ohnehin einer seiner Lieblingsbeschäftigungen, da passt es gut, wenn die Kreise sich ausdehnen …
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Jede und jeder hat diese Vornehmheit. Versteckte Zimmer in unbekannten, im
Lift nicht angeschriebenen Stockwerken, wo sich in unscheinbaren Holzkisten
in Geheimschränken kleine, in Kaugummipapier eingewickelte Schmuckstücke
verbergen. Des Hotels Ziel und Hoffnung ist es, sich bis dorthin durchsingen
und durchspielen zu können. Den Super-Spezial-Lack der alltäglichen
Melancholie und Bedeutungslosigkeit mit Musik abzukratzen, zumindest an ein
paar Stellen, um so was wie unalltägliche Berührtheit zustande zu kriegen,
eine Verbindung mit irgendeiner herzzerreißenden - oder noch besser:
herzzusammenkittenden Schönheit. Die persönlichen Kronjuwelen.
Das Hymnenartige in der Hotelmusik soll dabei nicht Zeichen einer Flucht in
was auch immer für ein Klischee sein (niemand soll Angst haben, dass es nur
diese 1, 2 Zimmer, mit diesen 3, 4 Schubladen gibt) – das Hotel streift die
heile Welt nur am ärmel, es hat eben diese tausend Geheimtüren,
Schlupflöcher, doppelten Böden, Gucklöcher und in Bücherkästen eingebauten
Wendeltreppen. 1000 ist ein wenig hochgegriffen vielleicht, aber genaue
Zahlen dringen da wie bei der Cola-Rezeptur nicht an die öffentlichkeit.
Die mangelnde Scheu vor Melodien - vor fast allem, das die Küchenmädchen so
vor sich hin pfeifen und vielleicht wie das abgedroschenste, klassischste,
einfachste, scheinbar 2000 Mal gehörte Rocknümmerchen, Countrystücklein oder
Lagerfeuerliedchen klingt – hat Hotel Prestige mit Bryan Adams, Eros
Ramazotti und der gesamten, weltumspannenden Pop- und Schlagerszene gemein,
darum ist es der Hotelcrew um so wichtiger, die Unperfektheit der Welt in
keiner Sekunde aus dem Blick zu verlieren, keine Abkürzung zuzulassen, den
Weg in seinem Kurvenreichtum, seiner Verschlungenheit, seiner
Undurchsichtigkeit, seiner zeitweisen totalen Abwesenheit zu akzeptieren, zu
verstehen, zu bejubeln, zu beklagen, was auch immer, ob Neben- oder
Hauptsaison.
Es ist noch nie jemand an Hotel Prestige herangetreten, die Hymne für die
nächste Fußballeuropameisterschaft zu schreiben, was die Belegschaft mit
gewissem Stolz erfüllt. Und mit dem Gefühl, dass die Welt manchmal
Verständnis hat und dass die heile Welt nie die ganze Macht an sich nehmen
kann, auch nicht in 3000 Jahren. Hotel Prestige will keine unverstandene Band
sein. Hotel Prestige will Würde. Hotel Prestige will die Juwelen zurück
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