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VSA special
21. Februar 2008, 20:00 Uhr Haus der Musik
Seilerstätte 30, 1010 Wien www.hdm.at
Claudia Koreck (D)
[myspace] [www.claudia-koreck.de]
Der Shooting Star aus Bayern.
Über Liebe kann man nun wirklich nichts mehr singen? Ist schon alles gesagt? Und was ist mit Claudia Koreck? Sie tut es doch: Sie singt über das
Verliebtsein, über Gefühle, die jeder kennt, übers Fliagn. Eine vergessene Tasche, ausgezogene Schuhe, ein paar Haare im Bett, die Überbleibsel
werden zur schmerzhaften Erinnerung. Anderseits: Kaffeetrinken erklärt sie zum Ereignis, zum absoluten Verliebtheitsbeweis. Und: Man glaubt ihr, man
versteht, was sie singt.
Claudia Koreck bohrt mitten in die Wunde. Verliebtsein, Verlassensein, Verrücktsein, sie drückt in ihren tiefsinnigen Texten aus, unmittelbar, was sie
empfindet ohne Scheu vor kitschigen Bildern, vor Schmetterlingen im Bauch. Oder: von de Schmettaling, denn Koreck singt Bayerisch, weil ihr die
Zeilen letzendlich noch etwas wichtiger sind als die Noten. Wie kein anderer Künstler benutzt sie jugendlich-selbstverständlich und musikalisch
selbstbewusst ihren Dialekt zum Ausdruck des Emotionalen. So hat man es noch nie so gehört. „Kennst Du das Gefuil?", fragt sie. „Kennst Du die
Doag, wo ois so fuachtbar sinnlos scheint?" Klar, denkt man und läuft mit ihr „über luftige Wiesn barfuß im Gras". Man singt einen charmanteingängigen
Refrain mit, man fliegt mit ihr mit.
Mit sechs hat sie Omas Heimorgel entdeckt. Das war der Anfang. Mit sieben hatte sie in einer Kinderband ihren ersten Auftritt als Solosängerin und
tourte mit Rolf Zuckowski. Von da an war sie nicht mehr zu bremsen. Immer wieder überredete sie ihre Eltern, sie zu Konzerten in Nachbargemeinden
zu kutschieren. Doch dann wär ihr am liebsten gewesen, Papa und Mama hätten vor der Tür gewartet. Immerhin, die Eltern nahmen sie mit zu einem
Konzert des österreichischen Alpenrockers Hubert von Goisern. Er ist ihr Vorbild wie die Gitarristin Eva Cassidy, Nora Jones und Janis Joplin. Auf
Goiserns Konzert in Reichenhall war sie sieben Jahre und hätte es selbst nie für möglich gehalten, dass sie heute, vierzehn Jahre später, mit Goisern
gemeinsam Konzerte gibt.
Mit zwölf hat sie ihren ersten Song geschrieben. Auf englisch, weil es ihr peinlich war. Die Eltern sollten es nicht verstehen und das haben sie auch
nicht: Claudia Koreck konnte noch gar nicht richtig englisch. Heute singt sie vor allem auf Bayerisch. „Wia i fühl", meint sie – ihrem bundesweiten
Publikum verlangt sie damit ganz schön viel ab - und will nicht einsehen, dass Sprache ein Hindernis sein könnte. Denn ihre Texte sind ihr selbst sogar
noch wichtiger als die Musik.
Der blonde Kurzhaarschnitt mit den dunklen Strähnen hat ihr die Mama, eine Friseurin verpasst. Ihre mandelbraunen Augen blitzen frech unter dem
Pony hervor. Traunstein, das ist ihre Heimat, da ist sie oft. Sie wirkt zurückhaltend, fast schüchtern. Doch wenn Koreck ihre Gitarre in die Hand nimmt
und loslegt auf der Bühne, dann ist da pure Kraft und Wut, eine sensationell starke Stimme. Sehnsuchtsvoll, sexy, mal zärtlich, mal rockig, wütend und
ein bisschen dreckig klingt es. Und es ist klar: Koreck, das Mädchen aus Traunstein, ist längst ein kleiner Star am Musikhimmel, oder wie es in Korecks
Dialekt heißen würde: „A Sternderl".
VVK:
Karten an der Kassa im Haus der Musik erhältlich.
Tel +43-1-516 48- 0
und bei Jugendinfo Wien (Babenbergerstraße 1)
Eintrittspreis: € 9,- im VVK (+ freier Eintritt ins Museum!)
Freie Sitzplatzwahl.
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