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VSA presents
2. Oktober 2008, 20:00 Uhr, Gasthaus Vorstadt, 1160 Wien, Herbststraße 37
Bernhard Eder (A) [myspace]
Bernhard Eder ist ein Suchender.
Bei einem Konzert, mitten im Winter, in einem abbruchreifen Künstlerhaus in Bayern, hält sich der
charmant leise Österreicher die Finger an der Glühweintasse warm, bevor er seine Gitarre stimmt.
Die Heizung war an diesem Tag ausgefallen und die Zuhörer saßen in dicken Wintermänteln, Hand-
schuhen und Strickmützen vor der Bühne. Wenige Minuten später ist jeder Funke Aufmerksamkeit
im Raum auf ihn gerichtet. Niemand friert. Niemand hört die Züge, die unmittelbar unter dem Fenster
in den Rangier-Bahnhof einfahren. Bernhard Eder singt mit glasklarer, aber zerbrechlicher Stimme
wunderbare Lieder. Lieder, die vom Leben handeln und von der Liebe. Und vom Suchen.
Bernhard Eder ist ein Suchender, weil er nie aufgibt auszuprobieren, zuzuhören und weiterzumachen.
Seine Ideen ausarbeitet, experimentiert und auf wundervolle Weise zusammenführt.
Bernhard Eder schrieb auf einer Urlaubsreise in Polen seinen ersten Walzer („weil man als Öster-
reicher mindestens einmal einen Walzer schreiben sollte“). Er ließ sich von der Klassik beeinflussen,
als er Pop-Songs schrieb. Wundervolle Musiker an Geige und Kontrabass begleiteten ihn nicht nur
bei seinen Live-Konzerten und Studioaufnahmen. Er blickte in Richtung Ost-Europa und machte augen-
zwinkernde Anspielungen an Balkan-Folklore. Und er blieb doch fest im Sattel, der da Pop heißt.
Wie auch David Bowie, Nick Cave, Iggy Pop und Dee Dee Ramone lebte Bernhard Eder für eine Weile in
Berlin. Er suchte nach Möglichkeiten, eigenen Grenzen und ließ sich beeinflussen. Es soll nur eine kleine
Anmerkung sein, aber Rufus Wainwright verbrachte gleichzeitig auch viel Zeit in der deutschen Haupt-
stadt und nicht nur ich höre nicht wenige Gemeinsamkeiten in Wainwrights und Bernhard Eders neuen
Stücken. Neben Rufus Wainwright hört man aber auch ganz viel Nick Drake, eine Menge Radiohead und
die Beatles.
Ich glaube, Bernhard Eder hat auf Tales from the East Side etwas gefunden. Es ist nicht weniger als eine
Albumlänge perfekter Pop-Songs. Die Kings of Convenience wären sicher neidisch auf einige Stücke von
Tales from the East Side. Bestimmt auch Damien Rice.
Und ich bin froh, weil ich mir sicher sein kann: Bernhard Eder wird trotzdem nicht aufhören zu suchen
und weitermachen, um perfekte Popmusik zu komponieren. >
Säm Wagner (pittiplatsch3000-Fanzine, Zündfunk, Taz-Pop-Blog)
Lasse Matthiessen (DK) [myspace]
Lasse Matthiessen is a singer and songwriter living in Berlin and Copenhagen.
The music of Lasse Matthiessen moves between the coordinates of slowmotion melancholy and folk. Often Matthiessen's music leaves his audience with a slight taste of Nick Drake, Bob Dylan and José Gonzales - let it be the strumming of a chord or the frasing of a melody.
Inspite of the influences, the music of Lasse Matthiessen stays its own.
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