Die Vienna Songwriting Asscociation dankt allen BesucherInnen, MusikerInnen und HelferInnen, die das Festival wieder zu einem großen Erfolg gemacht haben. 1800 Besucher sind von Donnerstag bis Samstag ins Porgy & Bess gestürmt, um sich von so unterschiedlichen Musikern wie SoKo, Okkervil River, Gustav, Marilies Jagsch und Baby Dee verzaubern zu lassen. Und waren begeistert von Künstlern, die sie zuvor nicht gekannt haben, so zB The Miserable Rich, Wallis Bird, Maria Doyle Kennedy, The Hollows ua.
Danke an alle, die uns unterstützt haben. Angefangen von unseren Sponsoren und Kooperationspartnern über die Musiker bis hin zu unseren freiwilligen Helferleins, den Journalisten und zum Publikum, das uns jetzt schon lange die Treue hält. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich.
"Move like a butterfly,
sting like a bee",
dieses Motto von
Muhammad Ali beschreibt
die charismatische Show des
irischen Energiebündels ganz gut. Eine wuchtige
Stimme, die von der englischen Fachpresse mit Ani
Di Franco verglichen wurde, und eine elektrisierende
Bühnenpräsenz verheißen der Newcomerin eine viel
versprechende internationale Karriere.
Cloud9 ist das Projekt
des Wiener Szenewirts
und Songwriters Joe
Hartmann, der im Mai
dieses Jahres seine erste cd "Money Can’t Buy
My Cloud Nine" auf Buntspecht veröffentlicht
hat. Die Songs hat Hartmann großteils alleine
eingespielt, die akustische Gitarre dominiert.
Die Nähe zu Vorbildern wie Elliott Smith ist
nicht zu überhören.
Junge Französin, die mit ihrem Song "I’ll kill her" derzeit in aller
Munde ist. Vergleiche, wenn die überhaupt zulässig sind, sehen die
Musikerin als europäisches Pendant zu den Moldy Peaches und
ihrem so genannten Antifolk. Darüber hinaus bleibt alles mystisch:
Keine CD, kein Video, kaum Interviews und Fotos.
In Österreich mag die ehemalige
Sängerin der Black Velvet Band
lediglich als Schauspielerin
bekannt sein. Neben ihrer Filmund
Fernseharbeit (Debut in Alan
Parkers "The Commitments", 2008
mit dem irischen Filmpreis für ihre Rolle
in der TV-Serie "The Tudors" ausgezeichnet),
veröffentlichte sie vier Soloalben (aktuell: "Mütter") und gründete
das Label Mermaid. Markante raue Stimme, mal rockige Diva,
dann schillernde Chansonniere mit Folkaffinität.
"Ein Kammerquintett für moderne Songs" schwebte den beiden
Gründern von The Miserable Rich vor. Die Band tritt mit Cello,
Violine und Kontrabass vor ihr Publikum, dafür ohne Schlagzeug
und Bassgitarre. Aber keine Angst, hier kommt nicht noch so
eine von diesen Andachtscombos oder einschläfernden „Quiet
is the new Loud"-Strebern. Dies hier steht in der Tradition
altehrwürdiger Briten, die schon
vor vierzig Jahren wussten,
dass man mit alten
Geigen neue und
aufregende Musik
machen kann.
Die in New York lebende
Künstlerin blickt auf ein
bewegtes Leben zurück
– Chorleiterin, Straßenmusikerin,
Holzfällerin,
Zirkusattraktion. Glücklicherweise
und zur Freude vieler
Menschen hat sich Baby Dee,
die sich nebenbei als Sängerin,
Pianistin und Harfenistin ihr Geld
verdiente, entschieden, es als professionelle
Musikerin zu versuchen. Unter anderem hat sie
mit Antony von "Antony & The Johnsons" zusammengearbeitet.
Das aktuelle Album „Safe inside the day“
hat Indierockstar Bonnie 'Prince' Billy produziert.
Sie berührt uns mit einem zerbrechlichen Mix aus
Chanson, Folk und Broadway-Songs.
Gira war mit seiner Band "Swans"
für die Rock-Avantgarde der 80er
Jahre wohl ebenso wichtig wie Sonic
Youth oder Hüsker Dü. Brachiale Lärm-Hymnen waren sein
Zuhause, wütend, urban, prägend. Nach Ausflügen ins Swing-Fach
entdeckte Gira die reduzierte Form des Singer-Songwriter-Genres
für sich. Als "The Angels of Light", aber auch unter seinem
eigenen Namen durchforscht er das Feld der akustisch-leisen
Lieder auf seine unnachahmliche Weise.
Eigenwillige österreichische Szenekünstlerin. Amadeus-
Preisträgerin. Gesellschaftskritische, oft feministische deutsche
Texte. Verspielt und politisch. Elektronische Sounds treffen auf
zeitgemäßen Protestsong. Muss man gesehen haben!
Der Nordire Dale Grundle lädt uns mit seinem melancholischen
Debutalbum "We’re Becoming Islands One By One"
auf eine ruhige und nachdenkliche Reise ein. Streicher,
Cello, Orgeln, Akustik- oder dezente E-Gitarren gehen
mit Dale Grundles zarter und doch präsenter Stimme eine
harmonische Symbiose ein.
Zurückhaltende Musik mit Ausbrüchen
zu symphonischen Ebenen, eine anmutige,
eindringliche Stimme und melancholische
Songs mit Licht am Horizont. Die österreichische
Sängerin und Songwriterin legte
dieses Jahr mit "Obituary for a lost mind"
ihr lang erwartetes Debut vor. Thank you
for the concrete garden with shadow and
lights.
"Americana" oder auch "Alternative Country" nennen
die Medien gerne Sounds, die zeigen, dass Country
mehr als Südstaatennostalgie ist. Aber Okkervil
River ist mehr als us-Folklore im neuen Gewand.
Da bekommt Melancholie plötzlich Kraft. Lärm
und Melodieseeligkeit reichen einander die Hände.
Okkervil River machen Kitsch vom Feinsten.
Abgerundet wird Blue Bird mit den
verträumten Melodien der Low-Fi-
Multiinstrumentalisten Greg O’Brien
und Gary Morrison. Das Dubliner
Duo verarbeitet lyrische Folkskizzen
mit down-tempo Electronica, " … here
comes the night … "
Das Wiener Videoblog-Team konnte einige der Blue Bird Artists einfangen! Geshootet wurden SoKo, Wallis Bird, The Miserable Rich, Gustav, Sleeping Years & The Hollows. Die Videos gibt es nach und nach auf theyshootmusic.at zu sehen!