Blue Bird Festival 2011

Thu, 24.11.2011 - Sat, 26.11.2011
Riemergasse 11, 1010 Wien

Das Blue Bird 2011 Booklet gibts hier als pdf zum download!

Donnerstag, 24.11.11 ab 19:30

Fotos vom Tag 1: hier

Freitag, 25.11.11 ab 19:30

Fotos vom Tag 2: hier

Samstag, 26.11.11 ab 19:30 // sold out!!

Von Donnerstag 24. bis Samstag 26. November 2011 treffen beim Blue Bird Festival Poesie und Musik aufeinander. Im Porgy und Bess werden 15 Acts auftreten; sie alle vereint ihre Fähigkeit, außergewöhnliche Songs zu schreiben und damit zu begeistern. Von Indie-Folk über Lo-Fi bis hin zu Rock Noir ist stilistisch alles vertreten. Ganz besonders freuen wir uns auf die zuletzt bestätigte Österreicherin Mika Vember. Sie wird das Festival am 24. November eröffnen.

In weniger als einem Monat ist es soweit: Pascal Pinons isländische Teenager-Geschichten treffen auf die Femme Fatale des Rock Noir, Rykarda Parasol, und Dear Readers Art-House-Pop trifft auf die Janis-Joplin-Stimme des israelischen Folk-Rockers Asaf Avidan. Der avantgardistische Alternative-Blues-Rock Carla Bozulich's Evangelista wird das Publikum genauso in den Bann ziehen wie Mika Vembers Facettenreichtum. Wendy McNeills widersprüchliche Akkordeon-Pop-Punk-Arrangements reichen dem charmanten Indie-Folk-Pop des kanadischen Transgender Singer-Songwriters Rae Spoon die Hand.

Die mit Szene-Stars besetzte Band Erland & The Carnival und das amerikanisch-österreichische Duo L/O/N/G werden am Blue Bird für Begeisterung sorgen. Der talentierte Chronist zwischenmenschlicher Spannungen, Norman Palm, hat seit kurzem hierzulande ohnedies Kult-Status. Der von den Färöer-Inseln stammende Musiker Budam könnte mit seiner Musik, die an Tom Waits und Nick Cave erinnert, zur Überraschung des Festivals werden. Woodpigeon verzaubern mit romantisch-poetischen Songs mit starken Texten. Zum zweiten Mal wird uns die Space-Folk-Pop-Formation Flotation Toy Warning beehren; und über die britischen Folktronik-Stars Tunng schreibt die britische Musikpresse „Ebenso exzentrisch wie charmant" und "hier treffen traditionelle Melodien auf zukunftsweisende Arrangements". 


Bevor der blaue Vogel sich im Porgy & Bess sein Nestchen baut, setzt er noch zur Zwischenlandung im Haus der Musik an: am 23. November stimmen wir uns dort mit Ezra Furman und Annakin aufs Blue Bird Festival ein! Für 3-Tages-Pass-InhaberInnen ist der Eintritt frei!

Tickets:

Vorverkaufsstellen: 3-Tagespässe und Einzeltagestickets für Donnerstag und Freitag sind erhältlich bei: jugendinfo, oeticket, Wien-Ticket, Porgy & Bess. 3-Tagespässe und Tagestickets für Samstag sind ausverkauft!!

Freie Sitzplatzwahl, KEINE Sitzplatzreservierung! Einlass ist jeweils um 19:30 Uhr, Bands on stage um 20 Uhr! Die 3-Tages-Pässe sind übertragbar und bieten zusätzlich freien Eintritt zum Blue Bird Kick-Off-Abend im Haus der Musik am 23.11.2011.

Infos zu den Artists:

Donnerstag, 24.11.11

l/o/n/g

L/O/N/G: Alternative Folkstar trifft auf genialen Elektronikbastler, dessen Herz eigentlich für den Blues schlägt. Schneelandschaft mit Palmen. Vanillepudding mit Bockwurst. Ungefähr genauso gegensätzlich mutet es zunächst an, wenn Walkabouts-Frontmann Chris Eckman mit Tosca-Tüftler Rupert Huber eine Platte macht. Doch bereits die ersten Takte ihres ungewöhnlichen Projektes L/O/N/G verraten, dass sich vermeintliche Gegensätze hier in eine organische Symbiose verwandeln, und vieles, was sich auf dem Papier auszuschließen scheint, in Wirklichkeit doch geistesverwandten Intentionen entspringt.

erland and the carnival (c) andy willsher

Die britische Combo Erland & The Carnival setzt sich stilistisch kaum Grenzen. Ihr musikalisches Schaffen liegt zwischen Folk, Zirkus- und Gauklerklängen, Garagenrock und Sixties-Psychedelic-Anleihen. Initiator dieses Projekts ist der Sänger und Gitarrist Erland Cooper, der ursprünglich nur alten Folksongs ein zeitgemäßes Indie-Rock-Gewand verpassen wollte. Seine musikalischen Wegbegleiter findet er in dem Multiinstrumentalisten Simon Tong (The Verve; The Good, The Bad And The Queen) und dem Schlagzeuger David Nock (The Fireman, The Orb, The Cult). Man einigt sich auf den Bandnamen Erland & The Carnival, dessen Zusatz dem Track My Name Is Carnival des in den 60er-Jahren aktiven Folk-Musikers Jackson C Frank entnommen ist.

Pascal Pinon heißt das Projekt der isländischen Zwillingsschwestern Jófríður und Ásthildur. Gemeinsam mit zwei Freundinnen beschlossen sie im Alter von 14 Jahren, ihr Zimmer mit ihrer zauberhaften Musik zu beleben. Auch für ihre erste Live-Show „The friendly concert“ musste das Zimmer der Zwillinge herhalten. Kurze Zeit später spielten sie zahlreiche Gigs in Reykjavík und spielten ihr Debütalbum ein. Sie borgten sich ein Haus in dem kleinen Ort Vogar und begannen, mit nur einem Mikrofon aufzunehmen. Was dabei entstand, sind wunderbare Teenager-Geschichten - ein Potpourri aus akustischem Neo-Folk und Low-fi-Pop. Auf ihrer ersten Tournee machen sie auch am Blue Bird halt.

budam

Budam: „In jeder guten Lüge findet sich die Wahrheit“, so der angeblich 345 Jahre alte Lehrer Budams, der seinen Schüler auf die Suche nach den unentdeckten Geschichten in den Köpfen und Herzen der Menschen schickte. Nun entführt der Songwriter, Schauspieler und Theaterkomponist von den Färöer Inseln das Publikum mit tiefer, verführerischer Stimme in dunkle, melancholische, bisweilen animalisch-wilde Welten, die denen eines Tom Waits und eines Ennio Morricone benachbart zu sein scheinen.

mika vember (c) Kessler

Die Multi-Instrumentalistin Mika Vember war zwischen 2006 und 2008 als Sängerin und Percussionistin auch Teil der Band um Clara Luzia. Mit inspirierenden Folkpop-Klängen und einer Stimme, die einen nicht so schnell wieder loslässt, bewegt sie das Publikum. Ihr facettenreiches neues Album "Our Lady of the Loops"  - mit dem sie es als eine der wenigen auf die Playlists von fm4, Ö3 und Radio Wien (!) geschafft hat - zeigt sie von einer experimentellen und verspielten Seite. Auf ein Hörerlebnis der besonderen Art darf man gespannt sein.

Freitag, 25.11.11

carla bozulich (c) carla bozulich

Carla Bozulich's Evangelista: In New York geboren, lebt Carla Bozulich derzeit in Los Angeles. Seit sie 15 ist, spielte sie in diversen Punk- und Postpunkbands. Sie schrieb Soundtracks für Filme; beim diesjährigen Donaufestival hat sie einen Teil des Programms kuratiert. Derzeit tritt sie mit ihrem experimentellen Alternativ-Blues mit ihrem Bandprojekt Evangelista auf. Das jüngstes Album "In Animal Tongue" wurde im September auf dem renommierten Postrocklabel Constellation veröffentlicht. Eine der spannendsten Künstlerinnen der letzten Jahre.

dear reader

Im 2009 erschienenen Debüt von Dear Reader aus Johannesburg drehte sich alles um die südafrikanische Herkunft und die zerrissene Gesellschaft dort. Idealistic Animals heißt das am 2. September erscheinende Album von Dear Reader, in dem sich immer wieder lyrische Abgründe auftun. Nichtsdestotrotz könnte man denken, man hört Popsongs. Das ist das besondere an Idealistic Animals – Arthouse-Pop auf höchstem Niveau.

Gratisdownload Dear Reader - "Monkey - Go Home Now".mp3 von cityslang.com

For the Wolf, a Good Meal erschien im März und ist das 5. Album der in Schweden lebenden Kanadierin Wendy McNeill. McNeills schwer atmendes Akkordeon, sonor wummernder Bass, getupfte Kesselpauke, dezente, dissonant scheppernde Percussion und eine erzählende, dabei aber nie geschwätzige, Gitarre geben den Ton an und zaubern Atmosphären - hypnotischer und unheimlicher denn je. Wendy McNeill lässt sich nicht kategorisieren, ihre Arrangements sind intelligent widersprüchlich.

rykarda parsol

Rykarda Parasol nennt ihren dunklen und geheimnisvollen Musikstil „Rock Noir”. Diese Genre-Bezeichnung lässt auf die starke filmisch-visuelle Komponente ihrer Musik schließen. Die furchtlose femme fatale ruft mit ihrer Musik Bilder à la Lynch und Hitchcock hervor. Häufig wird die Musikerin mit Künstlern wie Patti Smith und The Velvet Underground verglichen.

 

 

 

 

 

 

http://www.sonicbids.com/bluebirdvienna

 

 

Norman Palm: Zwischen den Küsten, mit einem Laptop und einer gehörigen Portion Sehnsucht, ist das zweite Album von Norman Palm entstanden. In „Shore to Shore“ verpackt er gefühlvolle Texte über die Schwierigkeiten zwischenmenschlicher Beziehungen in warme Synthie-Melodien. Damit kennt Palm sich aus, führt der Berliner doch seit Jahren eine Fernbeziehung nach Mexiko-Stadt. Unbedingte Empfehlung!

Samstag, 26.11.11

tunng

 

 

 

 

 

 

 

 

Tunng: Als Projekt von Mike Lindsay und Sam Genders wurde Tunng 2004 gegründet und später um weitere Mitglieder erweitert. Die Band entwickelte ihren eigenen alternativen Musikstil aus Folk, Pop und Elektronik. Mit ihrem wohl größten Hit “Bullets“, der auch in der US-Serie “Weeds“ zu hören war,  schafften sie 2007 endgültig den Durchbruch. 2010 veröffentlichten sie ihr viertes Album “And Then We Saw Land“. “The perfect soundtrack for a lazy post-millennial afternoon in the sunshine” schrieb der “Daily Telegraph” über diese herausragende Band.

flotation toy warning

Flotation Toy Warning: Bereits 2004 veröffentlichte das Space-Pop-Folk-Quintett Flotation Toy Warning mit „Bluffer‘s Guide to the Flight Deck“ eines der bemerkenswertesten Alben des neuen Jahrtausends, mit dem sie damals u.a. auch am Blue Bird Festival Furore machten. Ihre Lieder und Hymnen sind tiefgehend, zeichnen fabelhafte Bilder und führen uns durch zeitlose Sphären. Ende diesen Jahres erscheint mit „The Machine That Made Us“ endlich das langersehnte Nachfolgewerk - genau rechtzeitig, um wieder am Blue Bird vorgestellt zu werden.

Asaf Avidan machte mit seiner Band The Mojos erstmals mit dem Album The Reckoning auf sich aufmerksam. Dieses brachte ihnen sogar eine Nominierung als bester israelischer Act bei den MTV Europe Music Awards ein. Besonders markant ist die Stimme des israelischen Folk-Rock Künstlers Asaf Avidan. Bereits nach dem ersten Song fragt sich der aufmerksame Hörer, ob diese Stimme tatsächlich zu einem Mann gehört - oder haben wir es mit einer neuen Janis Joplin zu tun? In Wirklichkeit ist diese Frage aber total nebensächlich und schnell vergessen, da die bemerkenswerte Stimme und die mal lauten, mal hymnischen, mal leisen Folk-Rock Songs sofort mitreißen.

rae spoon

 

 

 

 

 

 

http://www.sonicbids.com/bluebirdvienna

 

 

Die musikalischen Wurzeln des kanadischen transgender Singer-Songwriters Rae Spoon liegen im Country, mittlerweile bewegt er sich stilistisch zwischen Indie, Folktronica und Pop. In seinem aktuellen Album Love Is A Hunter macht er klar, dass er gleichzeitig Jäger und Gejagter ist. Er erkundet seine Identität, mit all ihren Widersprüchen und Sehnsüchten. Spoon spielt mit verschiedenen Genres und lässt lyrische Zeilen auf elektronisch angereicherte Beats treffen.

Woodpigeon ist eine kanadische Band aus Calgary. Das Kollektiv um Mastermind Mark Hamilton, der aus Schottland stammt, wurde schon mit Sufjan Stevens, Grizzly Bear, Belle & Sebastian und Simon & Garfunkel verglichen. Textlich beruft sich Hamilton auf Ray Davies und The Kinks. Starke Texte werden bei Woodpigeon in ein zartes Arrangement gehüllt und wissen zu verzaubern.

Videos:

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