Blue Bird Festival 2012

Unter dem Motto „What a constellation“ feiern wir gemeinsam mit der Viennale den 15. Geburtstag des kanadischen Qualitätslabels Constellation, Wahlheimat begnadeter Pop-Exzentriker. Das musikalische Spektrum reicht von verschrobenen Songwriter-Perlen bis hin zu epischem Post-Rock. Neben den bereits bestätigten Bands Thee Silver Mt. Zion und Do Make Say Think treten am 21. und 22. November auch Sandro Perri, Eric Chenaux, Hrsta, Elfin Saddle und Carla Bozulich auf. Leider mussten Siskiyou ihre gesamte Tour absagen und können deshalb auch nicht am Blue Bird Festival auftreten.

Während wir die ersten beiden Tage ganz Constellation widmen, stehen der 23. und 24. November in bewährter Blue-Bird-Tradition.

Mit Mick Flannery ist es uns gelungen, den Shooting-Star der irischen Songwriter-Szene nach Österreich zu holen. Sein aktuelles Album „Red To Blue“ führte wochenlang die Chartslisten seiner Heimat an. Eine der innovativsten Bands der aktuellen Musikszene sind mit Sicherheit The Irrepressibles aus London. Das Publikum erwarten eigenwillige Vokalharmonien und großartige Visuals. Die Band um Jamie McDermott wird häufig mit Größen wie David Bowie und Antony and the Johnsons verglichen. Darüber hinaus freuen wir uns auf den schwedischen Blues-Rock von Daniel Norgren und die britische Post-Punk-Legende Robyn Hitchcock, der nach 21 Jahren erstmals wieder nach Österreich kommt. Für mediterrane Indie-Pop-Klänge sorgen Vadoinmessico, die mit ihrem Hit „Pepita, Queen of the Animals“ bis fast ganz an die Spitze der FM4-Charts kletterten. Folk, Blues und Psychedelic sind von Josephine Foster aus Colorado zu erwarten. Foster kommt zum ersten Mal nach Österreich.

Wie schon in den vergangenen Jahren treten natürlich auch heimische Musikerinnen auf: Anna Kohlweis, die auch unter dem Namen Paper Bird arbeitet, stellt ihr Projekt Squalloscope vor, und Katrin Navessi, u.a. Frontfrau der Elektropopformation Jellybeat, präsentiert ihr folkiges Solo-Debüt „17 Shades Of Blue“. Für Indie-Folk-Pop der Spitzenklasse steht die burgenländische Formation Garish. Bei Blue Bird werden sie zum ersten Mal Songs ihres nächsten Albums vorstellen.

Im Zuge der „15 Jahre Constellation“-Feierlichkeiten präsentieren wir gemeinsam mit der Viennale nicht nur an zwei Blue-Bird-Tagen „what a constellation“, sondern auch eine Ausstellung, die den gesamten visuellen Output des kanadischen Labels Constellation Records versammelt. Diese wird offiziell am 21. November um 19:00 Uhr eröffnet. Die Ausstellung findet in der Strengen Kammer des Porgy & Bess statt und ist von 21. bis 24. November täglich ab 18:00 Uhr geöffnet. Doch damit nicht genug – Matana Roberts, Ausnahmemusikerin und Improvisationskünstlerin, wird am 22. November um 18:30 Uhr ein Live-Set in den Ausstellungsräumlichkeiten spielen. Details siehe unten.

LINE UP

Mittwoch, 21.11.12

19:00 Uhr: Opening Constellation Art Gallery

Main room: doors open 20:30 Uhr, 1st show 21:00 Uhr

Donnerstag, 22.11.12

18:30 Uhr: Live-Set: Matana Roberts (Strenge Kammer / Porgy&Bess)

doors 19:30 Uhr, 1. Show um 20:00 Uhr

Freitag, 23.11.12,

doors 19:30 Uhr, 1. Show um 20:00 Uhr

Samstag, 24.11.12

doors 19:30 Uhr

20 Uhr: Regisseurin Mirjam Unger und Protagonistinnen Clara Luzia und Luise Pop (Vera Kropf) zeigen besondere Filmausschnitte aus dem neuen Musikerinnenfilm „Oh yeah, she performs!“ und stehen dem Publikum für eine kurze Q&A-Session zur Verfügung.

Fotos auf facebook: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4

TICKETS

2- und 4-Tages-Pässe sowie Einzeltagestickets sind ab sofort bei der Jugendinfo (Tel. 01 4000-84 100; Babenbergerstr.1 / Ecke Burgring, 1010 Wien), bei Oeticket (Tel. 01 96096) und Wien-Ticket (Tel. 01 58885) erhältlich. Einzeltagestickets gibt es weiters auch im Porgy & Bess (Riemergasse 11, 1010 Wien)

BLUE BIRD 2012 4-Tages-Pass (21. bis 24. 11.): 79 Euro
WHAT A CONSTELLATION 2-Tages-Pass (21. und 22. 11.): 48 Euro
BLUE BIRD 2012 2-Tages-Pass (23. und 24. 11.): 48 Euro
TAGESPÄSSE (für 21., 22., 23. oder 24.11.): 28 Euro

INFOS ZU DEN ARTISTS

Do Make Say Think (CAN) www.domakesaythink.com

Dass das tot geglaubte Genre Postrock hochlebendig ist, beweisen Do Make Say Think aus Toronto seit über 16 Jahren mit jedem neuen Album. Ihre Instrumentalstücke erzählen Geschichten mittels musikalischer Ausdruckskraft, Psychedelic Rock, Jazz, Punk und Elektronik vereinens ich zu einer einzigartigen Mischung, die live eine ganz besondere Magie entfaltet.

Sandro Perri (CAN) www.sandroperri.com

Begonnen hat er als Polmo Polopo mit instrumentaler Elektronik; seit einigen Jahren betätigt sich der Produzent und Songwriter auch als Sänger, sowohl solo als auch mit wechselnden Mitgliedern des Projekts Sandro Perri. Seinen neueren Stücke darf man wohl am ehesten als experimentellen Folk bezeichnen, wobei Perris sanfte Soulstimme dem Beiwort „experimentell“ viel von seinem Schrecken nimmt.

Eric Chenaux (CAN) www.cstrecords.com/eric-chenaux

Der Titel von Chenaux‘ viertem Album „Guitar & Voice“ ist ebenso zutreffend wie irreführend. Wohl wahr, dass dieser Ausnahmemusiker seine beiden Hauptinstrumente Gitarre und Stimme perfekt beherrscht, ihn aber darauf zu reduzieren wäre ein schwerer Fehler. Seit den 80er Jahren ist Chenaux in der Toronter Musikszene äußerst umtriebig, war bei Phleg Camp und Likfelikeweeds dabei und pflegt bis heute eine schwindelerregende Menge an Kollaborationen mit unterschiedlichsten Künstlern.

Hangedup (CAN) www.cstrecords.com/hangedup

Das Duo Hangedup aus Montreal macht Musik für Eremiten, Seiltänzer und Stadtradler. Sie spielen osteuropäische Volksmusik rückwärts und lassen dabei jede dritte Note aus, schreiben Roadsongs für Modelbahnliebhaber und Soundtracks zu Verkehrsunfällen in Zeitlupe, und sie verwenden ausschließlich bleihaltiges Benzin.

Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra (CAN) www.tra-la-la-band.com

Die Postrock-Formation aus Montreal erklärt Regellosigkeit zur Herangehensweise und verneint musikalische Standards. Die dadurch entstehende Punkrock-Attitüde findet sich auch in ihren Texten. Themen wie Gesellschaftskritik und politische Motivation werden entweder von Efrim Menuck gesungen oder im Chor als Sprechgesang transportiert. Das dadurch entstehende Pathos, getragen von Violine, Bass und E-Gitarre erschafft Lieder, die sämtlichen Konventionen widersprechen.

Carla Bozulich (USA) www.carlabozulich.com

Sie singe wie ein „hard rock mountain with a hot marshmallow center“ beschrieb die in Kalifornien aufgewachsene Musikerin ihr eigenes Organ in einem Interview. 1965 in New York geboren, hat Bozulich seit ihren Teenagerjahren in Los Angeles schon unzählige Phasen durchlaufen: Postpunk, INdustrial, Folk und Blues. Und unzählige Bandprojekte geformt. Unter anderem The Geraldine Fibbers und Evangelista. Mit letzterem war sie schon Gast bei Blue Bird. Diesmal wird sie ihr Soloprogramm darbieten.

Hrsta (CAN) www.hrsta.org

Zarte Soundgeflechte, schläfrige Vocals, die an Neofolk erinnern, beinahe idyllisch – doch hinter all dem lauert Unruhe, beinahe Unheil. Bandleader Mike Moya war auch Mitbegründer der Postrock-Götter Godspeed You! Black Emperor! Das Musikerkonglomerat lebt in Montreal; der Bandname ist Sanskrit.

Elfin Saddle (CAN) www.elfinsaddle.com

Avant-Folk-Protestmusik: das ist das musikalische Bekenntnis von Emi Honda und Jordan McKenzie. Als bildende Künstler beschäftigen sie sich mit den Themen Konsum, Abfall und Umweltzerstörung; als Musiker verwandeln sie Müll in Instrumente und kombinieren japanische und kanadische Folkmusiken mit Postpunk, Drone, Nose und anderen modernen Einflüssen.

Garish (AT) www.garish.at

Für Indie-Folk-Pop der Spitzenklasse steht die burgenländische Formation Garish. Die lyrische, oft verschlüsselten Liedtexte von Thomas Jarmer sind voller Metaphern und gehören zu den besten im deutschsprachigen Raum. Die Musik ist verspielt, fantasievoll und elegant. Bei Blue Bird werden sie zum ersten Mal Songs ihres nächsten Albums vorstellen.

Josephine Foster (USA) www.myspace.com/josephinefoster

Folk, Blues und Psychedelic. All diese Einflüsse kann man bei Josephine Foster hören. Führende Musikjournalisten sehen sie als wichtige Vertreterin des „New Weird America“ und reihen sie gleich neben Joanna Newsom. 2005 hat sie gar Schubert, Brahms und Schumann interpretiert. Die Folk-Musikerin mit der eigenwilligen Stimme kommt aus Colorado und lebt derzeit in Spanien. Ihr Auftritt beim Blue Bird 2012 ist ihr erster in Österreich.

Vadoinmessico (I, UK, MEX, AT) vadoinmessico.bandcamp.com

Italien, England, Mexico und Österreich zählen zu den Heimatländern der Band Vadoinmessico („Ich gehe nach Mexico“). Mit ihren sanften, verträumten und teils psychedelischen Songs verzauberten sie die FM4-Hörerinnen: „Pepita, Queen Of The Animals“ war wochenlang in den Charts zu finden. Selbst in der kalten Jahreszeit spürt man wärmende Sonnenstrahlen beim Hören ihrer verspielten und unbeschwerten Songs.

Squalloscope (AT) www.squalloscope.com

Squalloscope ist das aktuelle Projekt der talentierten 28-jährigen Anna Kohlweis. Davor hat die in Wien lebende Kärnterin als Paper Bird drei Soloalben veröffentlicht. Ihre Songs sind bemerkenswerte Klangkunstwerke – die Texte höchst poetisch, vielschichtig und inspirierend. Squalloscopes erstes Album „Soft Invasion“ fesselt und lässt einen nicht mehr los.

Daniel Norgren (SWE) www.facebook.com/pages/Daniel-Norgren/54884290308

Der junge Schwede mit der markanten Sandpapier-Stimme zählt zu den innovativsten Singer/Songwritern der letzten Jahre. Sein eigenwilliger Sound ist inspiriert durch Musikstile der amerikanischen Südstaaten wie Delta Blues, Gospel und Jazz bis hin zu Americana, Folk und Country. Live ein Erlebnis zwischen souliger Intimität und explosionsartiger Aggressivität. Geheimtipp!

Robyn Hitchcock (UK) www.robynhitchcock.com

Scheppernde Gitarrenklänge, eine beinahe arrogante Melancholie und Wortgemälde, die man mit Recht Poesie nennen darf. Robyn Hitchcock ist ein Meister des Kunst-Pop-Liedes. Der Brite gilt als einer der bedeutensten Songwriter des Postpunk. Vor 30 Jahren schrieb er Musikgeschichte mit seiner Band The Soft Boys. Als Solo-Artist steht er in der Tradition von Syd Barrett, aber auch von John Lennon. Bands wir R.E.M. verweise auf ihn als großen Einfluss.

Mick Flannery (IRL) www.mickflannery.com

Das Aktuelle Album „Red to Blue“ brachte dem gelernten Steinmetz euphorische Lobeshymnen ein und erobere die Spitze der irischen Charts. Einflüsse saugt der 28-jährige aus der Musik von Waits, Cohen, Dylan und Springsteen und überzeugt mit melancholischen Balladen zwischen temperierter Schwermut und zaghafter Zuversicht. Dazwischen streut er melodiöse Rocksongs mit unaufdringlichem Hitpotential: „The train is leavin‘ town and there ain’t no way you’re gonna stop me gettin‘ on it babe!“ Empfehlung!

The Irrepressibles (UK) www.theirrepressibles.com

The Irrepressibles zählen zu den innovativsten Bands der aktuellen Musikszene. Sie selbst bezeichnen sich als „Performance Orchestra“. Am Blue Bird stellen sie „Expanding Landscapes“ vor – ein Konglomerat aus eigenwilligen Vokalharmonien und großartigen Visuals. Häufig werden die Londoner mit David Bowie und Antony and the Johnsons verglichen.

Katrin Navessi (AT) www.katrinnavessi.net

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Katrin Navessi als Sängerin der Elektropopformation Jellybeat. Auf ihrem Solo-Debüt „17 Shades of Blue“ kehrt sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurück: dem folknahen Liedermachertum. Storytelling. Die reduzierten Gitarrenmuster bilden den zarten Teppich für Navessis eigenwillige Stimme. Begleitet wird sie vom Multiinstrumentalisten Stephan „Stoney“ Steiner.

The Fragile World of Constellation – eine Ausstellung

21. -24. November 2012, täglich ab 18:00 Uhr, Strenge Kammer, Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien 
Ausstellungseröffnung: 21. November 19:00 Uhr
Eine Ausstellung versammelt den gesamten visuellen Output des kanadischen Labels Constellation Records.
Constellation Records wurde 1997 in Montreal gegründet, mit der Absicht, besondere lokale Bands zu unterstützen. Die Musiker wurden nicht nur ermutigt, an der damals ins Leben gerufenen Konzertreihe Musique Fragile teilzunehmen und diese mit zu organisieren, sondern wurden auch in die Entwicklung ihres eigenen visuellen Auftritts miteinbezogen. Auf diesem Weg entstand in den letzten 15 Jahren eine große Bandbreite an verschiedenen angewandten Techniken und Erscheinungsbildern der verschiedenen Bands und Musiker im Constellation-Universum.
Die von Beginn an als Wanderausstellung konzipierte Schau feierte ihre Weltpremiere in Belgrad. Das serbische Architekturbüro Petokrka plante sie mit einem modularen Aufbau, um verschiedene Galerien und Räume als Ausstellungsflächen bespielen zu können.
Fokus der Ausstellung ist nicht der Bezug zu Musikern und Musik, sondern vielmehr, der visuellen Welt des Kollektivs hinter Constellation Raum zu geben. Angesichts der in den letzten 15 Jahren entstandenen Vielfalt an Artworks ist es umso erstaunlicher, dass ein scheinbarer roter Faden in der Schau zu vernehmen ist.

Matana Roberts live in der Strengen Kammer im Porgy & Bess
Donnerstag, 22.11.
18:30 Uhr
Matana Roberts hat sich nicht nur als dynamische Saxophonistin, sondern auch als Komponistin und Improvisationskünstlerin einen Namen gemacht. In ihrem Werk spürt sie den mystischen Wurzeln und spirituellen Traditionen Amerikas in all seinen kreativen Ausdrucksweisen nach. Sie hat in den USA, Europa und Kanada aufgenommen und ist sowohl mit ihren eigenen Ensembles als auch mit dem Jazztrio Sticks and Stones aufgetreten, deren Gründungs- und Kernmitglied sie war. Weiters hat sie u.a. mit Godspeed You! Black Emperor, TV On The Radio und Thee Silver Mt Zion zusammengearbeitet. Ihr Album bei Constellation Records, “COIN COIN Chapter One: Gens de couleur libres”, erschien im Mai 2011.

PLAYLISTS

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